FFC schlägt Nürnberg

1. FFC HOF – 1. FC Nürnberg (Regionalliga Süd) 2:1 (1:1)

Anstoß: Sonntag, 14.08.16 15 Uhr Städt Stadion Ossecker Str., Hof

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Sandra Do Adro
Assistenten: Sophia Eleftheriadis, Yusuf Yilmaz

Tore: 09. Min. 1:0 Pui San Yau (Strafstoß)
29. Min. 1:1 Caroline Eberth
55. Min. 2:1 Marusha Knarr

Aufstellung FFC: Mühlstädt, Meier(65.Schmucker), Sattler, Fürst(44.Feulner), Fichtner, Knarr M.(62.Adam), Weiß, Kastner, Müller(46. Voigt), Yau, Hanke

 

 

Am Samstag setzte das Bayernligateam des FFC seine Testserie gegen hochkarätige Gegner fort und empfing das Regionalligateam vom 1. FC Nürnberg. In den letzten Jahren zeigten sich dabei die Gäste immer als große Hürde. So konnte weder in Test- noch in Pflichtspielen ein Sieg eingefahren werden. Für Trainer Siggi Penka und sein Team also ein echter Prüfstein, vor allem für die nachdrängenden „Jungen Wilden“. So feierten weitere mit Luisa-Sophie Hanke und Myrella Schmucker zwei weitere 17jährige ihr erfolgreiches Debüt im Bayernligateam. Damit spielten diesmal 6 der letztjährigen Juniorinnen.
Und sie alle konnten an diesem Tag überzeugen. Penka zeigte ein glückliches Händchen bei der Aufstellung und so ergänzten sich Erfahrung und ungezwungener Tatendrang vorzüglich. Wobei der Spielverlauf den Hoferinnen dabei in die Karten spielte. Denn nach anfänglichen Abtasten sollte bereits der erste aussichtsreiche Angriff die frühe Führung bringen. Katharina Fürst zog von rechts außen in den Strafraum und wurde dabei ungeschickt von der Clubber Abwehr von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß nach 10 Minuten verwandelte Pui San Yau mit einem Flachschuß, hatte dabei etwas Glück, weil unter dem Arm der Keeperin durch rutschte.
Nürnberg investierte nun mehr und hatte den Ausgleich bereits drei Minuten später auf dem Fuß, verfehlte aber das Hofer Tor knapp. Der FFC versuchte das Spiel ruhig aufzubauen, um dann mit langen Pässen auf Hanke und Yau Torgefahr zu erzielen. Dies gelang auch immer wieder, doch vor allem Hanke hatte an diesem Tag einfach nur immer wieder Pech beim Abschluß.
Nach einer halben Stunde dann doch der Ausgleich. Nach einem Ballverlust im defensiven Zentrum nutze Caro Ebert, von Eicha zum Club gewechselt, mit einem cleveren Heber ihre Chance und erzielte das 1:1. Hof blieb unbeeindruckt und blieb seinem Spiel treu. Den Gegner möglichst in dessen Hälfte schieben, Druck auf die Abwehr aufbauen und nach Torschußabschluß sofort wieder frühen Zugriff suchen. Diese Taktik zwang den Club zu vielen Fehlern und Hof erspielte sich eine optische Überlegenheit, konnte aber bis zur Pause keinen weiteren Treffer erzielen.
Nach dem Wiederanpfiff sahen die Zuschauer eine über weite Strecken ausgeglichene Partie, wobei beide Mannschaften gefährlich vorm gegnerischen Tor agieren konnten.
Doch die erneute Hofer Führung resultierte wieder aus einem Standard. „5 Meter vor dem Gästekasten von den Beinen geholt nahm Yau Maß und zirkelte das Leder auf den langen Pfosten. Dort stand wie schon gegen Weinberg Marusha Knarr goldrichtig, sprang am höchsten und köpfte zum 2:1 ein.
Mit fortschreitender Spielzeit gelang auch dem Club immer mehr, das Spiel an sich zu reißen und Hof mußte viel Defensivarbeit leisten. Dabei rückte immer mehr FFC-Torfrau Claudia Mühlstädt in den Mittelpunkt, die in den letzten halben Stunde mit ihrem Stellungsspiel und Reaktionsvermögen die Clubberinnen verzweifeln ließ. Doch auch der FFC hatte noch ausreichend Gelegenheiten, das Ergebnis für sich nach oben zu schrauben. Leider wurden da aber zu viele Chancen liegen gelassen.
Mit dem Abpfiff war das aber allen Wurscht. Zwar knapp, aber sicher nicht unverdient zeigte der FFC auch im dritten Test seine positive Tendenz und begeisterte auch die Zuschauer mit attraktiven Fußball. Penka nach dem Spiel: „ Das war eine ausgesprochen gute Leistung meiner Mannschaft. Die Mannschaft zeigt sich schon als echte Einheit und wird auch gemeinsam an den noch vorhandenen Schwachstellen arbeiten.“
Kommende Woche wird das Bayernligateam noch einen Test gegen Landesligisten Karsbach absolvieren. Die Unterfränkinnen sind für ihre robuste Abwehr bekannt. So sollen die jungen Spielerinnen noch etwas Erfahrung sammeln, wen der Wind mal rauher wird.

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