U17 triumphiert beim Club

Indoor-Cup der U17 Juniorinnen des 1. FC Nürnberg

Gruppenphase:
1. FFC Hof – Wacker München 1:0
1. FC Nürnberg II – 1. FFC Hof 0:1
1. FFC Hof – 1. FFC Frankfurt 1:0
Leerstetten – 1. FFC Hof 0:4

Halbfinale:
1. FFC Hof – SK Slavia Prag 2:1

Finale:
1. FC Nürnberg – 1. FFC Hof 4:5 n.E.
Tore: Stephanie Köhler 5
Marusha Knarr 2
Amelie Lehnert 2
Lena Voigt 2
Franziska Zahn 1
Sina Wunderlich 1
Lara Jacob 1

Kader FFC: Wunderlich, Schmucker, Feulner, Jacob, Moos, Knarr, Köhler, Voigt, Lehnert, Zahn, Müller

Bericht: Hofer U17 lässt Bundesligisten hinter sich

Am 19.12.2015 startete mit dem 5. FCN-Girls-Indoor-Soccer-Cup des 1. FC Nürnberg auch für die U17 des 1. FFC Hof offiziell die Hallensaison. Allerdings wusste man bereits im Vorfeld, dass dieses Turnier ein echter Prüfstein vor der Qualifikation zur Bayerischen Hallenmeisterschaft am 3.1.16 werden wird. Denn in der 5er-Gruppe des FFC waren neben dem SV Leerstetten aus der Landesliga gleich drei Bundesligisten vertreten: der 1. FFC Frankfurt, Wacker München und natürlich der 1. FCN, der in beiden Gruppen mit der Bundesligamannschaft vertreten war (FCNI + II).
Im ersten Spiel trafen die Lindner-Schützlinge auf Wacker München. Die Hoferinnen zeigten sich von Beginn an diszipliniert und setzten die taktischen Vorgaben gut um. Nachdem Lehnert zwei Mal aus aussichtsreicher Position alleine vor dem Tor vergab, steckte diese den Ball sehenswert durch die Gasse auf die agile Köhler durch, die den Ball nervenstark über die herauseilende Hüterin hinweg ins Tor lupfte – es blieb beim völlig verdienten 1:0 für die hofer U17.
Nach nur einem Spiel Pause traf man im Prestige-Duell auf die Gastgeber aus Nürnberg. In den ersten beiden Minuten bekamen die Hoferinnen kaum einen Fuß auf den Boden und zeigten sich beeindruckt von den schnellen Ballstafetten des Clubs. Allerdings fand man danach gut zum eigenen Spiel und zeigte erneut strukturierten Fußball, der Erfolg brachte: wieder war es die an diesem Tag blendend aufgelegte Stephanie Köhler, die eiskalt zum 0:1 Endstand einschob. Im Anschluss vergaben die Hoferinnen noch zwei gute Möglichkeiten, verteidigten aber sehr clever und fuhren daher die nächsten drei Punkte ein.
Im vorletzten Spiel wartete dann der nächste Hochkaräter auf die Hoferinnen: der 1. FFC Frankfurt. Mit dem Willen die Gruppenphase als Erstplatzierter abzuschließen, agierte Hof äußerst konzentriert. Allerdings konnte der Ball nicht im Tor untergebracht werden. Man vergab teilweise leichtfertig hundertprozentige Chancen und es dauerte bis 4 Minuten vor Ende der Partie, bis Köhler die Führung erzielen konnte. Mit diesem Sieg sicherten sich die Saalestädterinnen nicht nur den Halbfinaleinzug sondern aufgrund der Ergebnisse aus den anderen Partien bereits den Gruppensieg.
Im letzten Gruppenspiel konnte man daher ohne Druck aufspielen und konnte sich durch schön heraus gespielte Treffer einen ungefährdeten 0:4-Erfolg (2x Köhler, Knarr und Voigt) gegen den Landesligisten Leerstetten sichern.
In den beiden Halbfinals trafen zunächst der FFC auf Slavia Prag (1. tschechische U17-Liga) sowie anschließend im Bundesligistenduell der 1. FC Nürnberg auf Wacker München.
Slavia Prag zeigte sich in der Gruppenphase als sehr schwerer Gegner, der vor allem enorme technische Fähigkeiten besitzt und mit sehr schnellem Kombinationsfußball glänzte. Hof wusste also, dass dieses Halbfinale ihnen alles abverlangen würde. Hier versuchte Prag von der ersten Sekunde ihr bisher gezeigtes schnelles Spiel aufzuziehen, wurde jedoch immer frühzeitig gestört, da Hof gut gegen den Ball arbeitete. Durch schnelle Konter setzte man gezielte Nadelstiche, wurde stets gefährlich, ohne dabei das Leder im prager Gehäuse unterbringen zu können. Doch dann erzielte Lehnert nach schönem Zuspiel alleine vor dem Tor das 1:0, ehe Zahn nach feiner Einzelleistung das 2:0 erzielte. Hof hatte zu diesem Zeitpunkt das Spiel im Griff und bekam sogar noch einen 10-Meter zugesprochen, der von der Hüterin entschärft werden konnte. Fast im Gegenzug dann der Anschlusstreffer von Prag, der jedoch zu spät kam. Damit war der Finaleinzug für den 1.FFC Hof gesichert. Im anderen Halbfinale setzte sich der 1.FCN nach 7-Meterschießen gegen Wacker München durch. So kam es im Finale zum erneuten Prestige-Duell – dieses Mal gegen die andere Hälfte der Bundesligamannschaft des 1. FCN.
Hof legte los wie die Feuerwehr und vergab vor allem in der Anfangsphase viele Großchancen. Dann kam wohl das schönste Tor des Turniers: FFC-Hüterin Wunderlich stoppte einen Befreiungsschlag im eigenen 7-Meterraum ab, sah dass die Club-Hüterin zu weit vor ihrem Tor stand und drosch den Ball über diese ins Tor. Von diesem Tor beflügelt zog die Hofer Mannschaft das Tempo noch einmal an und konnte durch Voigt, die einen Querpass nur noch ins leere Tor schieben musste, auf 2:0 erhöhen. Bis 1,5 Minuten vor Schluss zeigte der Club sich sichtlich überrumpelt, doch dann geschah der Anschluss aus heiterem Himmel: eine schöne Kombination wurde durch die Beine von Wunderlich ins Tor geschoben. Und es kam noch dicker für die hofer U17: 26 Sekunden vor Schluss zog eine Nürnbergerin ab, Wunderlich bekam die Fingerspitzen noch an den Ball, der jedoch dann flach ins Tor kullerte – so kam der Club eher unverdient noch zum Ausgleich und das Finale musste im 7-Meterschießen entschieden werden.
Für Hof traten Kapitän Knarr, Lehnert und Jacob an, die alle drei mehr als sicher den Ball im Netz zappeln ließen. Aber auch die ersten beiden Schützen vom Club trafen sicher. So hing alles an der FFC-Hüterin Wunderlich beim letzten 7-Meter für den 1.FCN. Wunderlich entschärfte diesen sehenswert und der Jubel über den Turniersieg kannte keine Grenzen mehr.
Trainerin Ann-Kathrin Lindner: „Uns hatte im Vorfeld dieses Turniers niemand auf dem Zettel. Wir wurden in eine Todesgruppe mit 3 Bundesligisten gesteckt – wahrscheinlich mit der Hoffnung, dass wir bereits in der Gruppenphase ausscheiden werden. Wir haben allem getrotzt und die Mädels haben ein perfektes Turnier gespielt. Mit diesem Turniersieg haben wir allen gezeigt, dass man den 1.FFC Hof immer auf dem Zettel haben sollte.“

Patrick Möckel

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