Remis ist zu wenig

  • 1. FFC HOF – SV Thenried 3:3 (1:1)

Anstoß: Samstag, 13.04.19 16:30 Uhr Ossecker Stadion , Hof

Zuschauer: 50

Schiedsrichter: Maximilian Stöckl (Bad Steben)
Assistenten: Daniel Pfülb, Goran Pesterov

Tore: 16. Min. 0:1 Franziska Hutter
42. Min. 1:1 Jessica Marx
50. Min. 2:1 Jessica Marx
57. Min. 3:1 Jessica Marx
62. Min. 3:2 Nadine Schleich
88. Min. 3:3 Nadine Schleich

Karten: 25. Min. gelb Müller S. (Hof)

Aufstellung FFC: Mühlstädt, Fürst, Meier, Müller S., Joram, Weiß, Tröger, Krämer, Kessler (84.Hecker), Yau, Marx

Bericht: Remis ist zu wenig

Abstiegskampf beim FFC im Ossecker Stadion – eine bisher unbekannte Konstellation gibt es für das Bayernligateam erstmals nach neun Jahren im bayerischen Oberhaus. So hieß die Ansetzung am Samstag Zehnter gegen Elfter und nur ein Sieg würde helfen, den direkten Anschluß ans Mittelfeld zu halten. Eine bisher nicht erlebte Verletztenserie brachte Trainer Siggi Penka mit seinem Team in diese missliche Lage. Daher die Rückkehr von Michelle Kessler und Sabrina Meier ein erstes positives Zeichen für die Hoferinnen.
Doch leider ereilte die Hoferinnen nach einer arrangierten Startphase nach einer viertel Stunde der nächste Rückschlag. Von Beginn an nach vorn drängend wurde ein Notabschlag in der Verteidigung zu einem lupenreinen Konter, den Goalgetterin Hutter mit einem starken Solo und erstem Torschuß zum 0:1 vollendete. Hof brauchte im Anschluß weitere 15 Minuten, um diesen Schreck zu verdauen, gewann danach aber immer mehr an Spielanteilen. Doch viele enge Abseitsentscheidungen ließen sie fast schon resignieren. Nach einer Halben Stunde hatten dann doch alle schon die Torschrei für Hof auf den Lippen. Aber den von Katharina Fürst eingeköpften Yau-Eckball kratzte die Thenriedabwehr noch von der Linie. Auf der Gegenseite hätten die Gäste bis zur Pause die Führung ausbauen können, scheiterten aber immer wieder an der bestens aufgelegten FFC-Keeperin Claudia Mühlstädt. So gelang Hof drei Minuten vor der Pause aber noch der Ausgleich bei Abstauber durch Jessica Marx.
Voll motiviert kamen die Hoferinnen aus der Kabine und nach einer Stunde dachten alle, Hof fährt einen sicheren Sieg nach Hause. Denn mit ihren Treffern in der 50. und 57. Minute sorgte Marx mit einem Hattrick für eine komfortable Führung. Bemerkenswert dabei die Vorarbeit von der stark spielenden Michelle Keßler nach halbjähriger Verletzungspause. Maßgenau kam der Diagonalpaß quer durch den Strafraum auf Marx, die volley ins lange Eck vollendete. Hof schien das Spiel danach unter Kontrolle zu haben, ohne aber die Nadelstiche der Gäste bei deren kontern verhindern zu können. Mit überragenden 1:1 Duellen verhinderte Mühlstädt klare Torchancen. Leider konnte aber auch sie zwei weitere Treffer der Gäste nicht verhindern. Besonders bitter dabei das Gegentor in der 88. Minute zum Ausgleich, weil Hof sich damit für ein seit langem wieder über weite Strecken überzeugenden Spiel nicht belohnen konnte.
Viele alte Fußballweisheiten trafen an diesem Tag wieder einmal zu. Unterm Strich wird sich aber aber erst am Ende der Saison zeigen, ob dies ein Spiel war, was beiden Teams nicht gebracht hat, oder der eine Punkt entscheidend war. Leistungsgerecht war es allemal. denn da zog der faire Gästetrainer Martin Brandl ein einstimmiges Resümee: “Hof hatte mehr Spielanteile, wir mehr Torchancen- damit geht das Unentschieden völlig in Ordnung”.

Jürgen Mühlstädt

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